Operationen an den Nieren

Bei bösartigen Nierentumoren muss je nach Lage des Tumors die betroffenen Niere entweder vollständig entfernt werden, oder der Tumor lässt sich aus der Niere entfernen ohne die Niere zu opfern. Ist eine gesunde zweite Niere vorhanden, kann nachher in jedem Fall weiter ein normales Leben geführt werden. Die meisten Nierenoperationen sind laparoskopisch möglich. Bei einer lokalen Tumorentfernung (Nierenteilresektion) ist dann zur Bergung des Tumors meistens einer der kleinen Schnitte ausreichend, die zum Einführen der Operationsinstrumente gesetzt werden. Zur kompletten Entfernung einer tumortragenden Niere (Tumornephrektomie) wird einer der Schnitte um einige Zentimeter erweitert. 

 

Bei Tumoren des Nierenbeckens oder des Harnleiters ist meistens ebenfalls eine Nierenentfernung notwendig, und zwar mitsamt dem ganzen Harnleiter (Nephroureterektomie) bis in die Harnblasenwand.

 

Auch bei gutartigen Nierenerkrankungen kann es vorkommen dass eine Entfernung der Niere (Nephrektomie) sinnvoll ist, vor allem wenn die betroffenen Niere keine Funktion mehr besitzt. In diesem Fall kann die Niere innerhalb des Körpers zerkleinert und ohne Schnitterweiterung aus der Bauchhöhle geborgen werden. 

 

Auch im 21. Jahrhundert kann bei größeren bzw. lokal fortgeschritteneren Tumoren eine offene Operation unter Umstände die sinnvollere weil sicherere Lösung sein.